So, jetzt bauen wir wieder alle Zelte ab

Die meisten von euch wissen wahrscheinlich gar nicht, dass ich einmal in einem Billard-Bistro als Barmann gearbeitet habe, oder?

Samstag, ein Tag wie jeder andere – wenn die Schmach von heute Morgen nicht gewesen wäre. Ist aber ein anderes Thema.

Nachdem ich mich tagsüber erholt hatte, durfte ich abends auch noch arbeiten. Die Leute kamen, tranken meist ein Getränk, spielten ein, zwei Runden Billard. Bei manchen Gestalten hab ich mir oft gedacht: Ihr habt wohl auch keinen Spaß vor dem Spiegel. Die wünschen sich schon vor dem Frühstück „Ich wünschte ich wäre dichter!“ Wenn es einer nachvollziehen kann, dann ja wohl ich. Aber gut, nette Leute waren die meisten. Es zählen eben doch noch die inneren Werte! Manchmal betraten die selben Männer mit verschiedenen Frauen den Raum und wollten wohl zeigen, wie gut sie mit einem Stab umgehen konnten… Das ist aber ein anderes Thema. An diesem Abend, so gegen 21.00 Uhr, näherte sich eine wunderschöne Frau….Die hättet ihr sehen müssen. Groß, brünett, Beine bis zum Boden (+++So ein Blödsinn, ich habe noch keine Beine gesehen, die vor dem Boden geendet haben, ihr etwa?+++),  und von ihren Möppen mal ganz zu Schweigen. Beim Scannen von oben nach unten blieb ich an ihren Augenbrauen hängen… Ihre Augenbrauen??? Mir fiel die Theorie ein, dass die Farbe der Augenbrauen gleich ist mit der Farbe der Schamhaare….Hell mit einem leichten Rotstich…Mein Kopfkino begann….Stimmt dieser Mythos?

+++Ich kann mich noch dunkel an die Zeit erinnern, als wir im guten alten Bunker auf die Idee kamen, uns die Augenbrauen zu rasieren. Ich weiß auch nicht mehr, warum wir dies überhaupt taten… Zu dieser Zeit spielte ich noch im Verein Fußball. An besagtem Wochenende stellte ich dann auch fest, für welchen Zweck wir diese Augenbrauen benötigen. Der Schweiß in den Augen kann ganz schön brennen, leck mich am Arsch!+++

Ist natürlich ein völliger Blödsinn, dass ich bei den Augenbrauen hängen blieb – bei so einem Hinterteil….

So, zurück zu der Lady: Sie kam auf mich zu: „Na Kleiner, hast du Bock auf Schweinereien?“ +++ Aus dem Song Jein von Fettes Brot+++

Nein, so war es natürlich nicht ganz. Während sie auf mich zukam, winkte sie mir zu und als sie vor mir stand, deutete sie auf eine verführerischen Art und Weise an, ihr doch etwas näher zu kommen. Verstehe ich die Signale richtig? Nun gut, ich trat ein wenig näher zum Tresen und sie beugte sich ebenfalls über die Theke und griff mit ihrer Hand nach meinem Bart und begann diesen zärtlich zu streicheln. Auffällig unauffällig blickte ich mich um, ob irgendwo eine versteckte Kamera war oder ob sich einer meiner Jungs einen dummen Streich mit mir erlaubte.

Sie tätschelte mir zärtlich über meine Wange und sagte: „Sind Sie der Chef?“

Du kannst ruhig du zu mir sagen, dachte ich mir… „Lass mich kurz überlegen. Ähh, nein.“

Während sie mit ihrer Hand durch mein Haar glitt, fragte sie mich: „Können Sie ihn holen?“

Ich seufzte: „Leider nein.“ Die Situation fand ich höchst erotisch. Kurz und knapp. Sie gefiel mir. In meiner Hose baute sich heimlich still und leise ein Zelt auf….

Wenn ich ihre Signale richtig verstehe gefall ich ihr wohl auch. Während sie mit ihren Fingern der Linie meiner Lippen folgte, fragte sie: „Können Sie dann etwas für mich tun?“

Ob ich was für dich tun kann? Wir können uns unter Umständen gegenseitig helfen. Ich blickte dem Triumphzug durch die Breite Gasse, Arm in Arm mit ihr,  mit einem Lächeln entgegen.

Vergessen war die Pein von heute morgen.

”Natürlich, sehr gerne”, erwiderte ich kurz und knapp.

”Ich möchte eine Nachricht für den Chef hinterlassen”, sagte sie und lässt dabei erst einen, dann zwei Finger in meinen Mund gleiten, worauf ich dann ganz sanft an ihnen zu saugen begann…+++Was war das für ein Geschmack? Schmeckte irgendwie seltsam, aber aufregend!+++

„Ist gar nicht so ne schlechte Masche die Sache mit dem Chef und auf das Rollenspiel lass ich mich doch gerne ein.“ dachte ich und sagte:
”Worum geht´s?”

”Sagen Sie ihm doch bitte, dass es auf der Damentoilette weder Papier, noch Seife oder Handtücher gibt…”

Pfui Teufel. So, jetzt bauen wir wieder alle Zelte ab….In solchen Momenten wünschte ich mir, ich wäre Dichter!

 

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