Reisebericht: Amsterdam – Leben und Leben lassen

Nürnberg, 23.10.2011 – Hoi. Ein dumpfer Schlag, ich öffne die Augen. Wo bin ich? Ich blicke nach links. Neben mir der Schlaggi und eines weiter der Niggo. Verdammt, ich muss eingeschlafen sein. Ich blicke aus dem Fenster. Das ist eindeutig der Nürnberger Flughafen! Boah, da sind wir schon wieder da. Nachdem ich mich weiter umgeblickt habe, sah ich die Mandy und den Stemü, den Taktik und die Ines und sonst nur unbekannte Gesichter. Eine fehlt doch noch, oder? Stimmt, die Marietta ist ja von Amsterdam nach Stuttgart geflogen. Die Städtereise war beendet, doch ihr wollt ja sicher auch wissen wie es dazu kam. Auch dieses Jahr war klar, dass wir wieder einmal im Jahr das schöne Nürnberg verlassen wollten. In den letzten zwei Jahren besuchten wir Hamburg und Prag, aber wohin jetzt? Nachdem wir das Lied „Traum von Amsterdam“ oft genug hörten, war klar, dass nur diese Stadt in Frage kommen kann!

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So wie es im Lied ist, war es natürlich nicht. Allein waren wir nicht und rote Rosen sind auch nicht vom Himmel gefallen. Zumindest nicht nach den Fotos zu urteilen. Ich habe da nämlich ein kleines Problem. Ich habe ab dem Zeitpunkt als wir ein Cafe betraten haben keine Ahnung mehr was war. Zuvor begann die Reise ärgerlich. Mir wurde die Reise als Geburtstagsgeschenk so verkauft, dass ich keine Ausgaben haben werde bzw. bis das Geld alle ist. Von wegen. 2,10€ musste ich für die Hinfahrt zum Flughafen berappeln. „Alles halb so wild“ dachte ich mir. Beim Flug war alles in Ordnung. (Nur dass ich nichts zum Essen bekam – War dies vielleicht schon die erste Sparmaßnahme?) Vom Flughafen sind wir dann mit dem vorbestelltem Taxi (großes Lob an die Orga Abteilung) zu unserem Hotel „The Bridge“ gebracht worden, wo der Schlaggi und ich in Zimmer 210 untergebracht wurden.

Schönes Zimmer mit Balkon, ein Stangentanz im Bad war fast möglich und ein Doppelbett und  Einzelbett war die Ausstattung. Wir einigten uns darauf , dass derjenige der eine abschleppen würde, das Doppelbett erhält. Siegessicher breitete ich mich auf dem Doppelbett aus. Nicht das die Chancen sonderlich gut für mich standen, aber für meinen Kollegen auch unter schlechten Vorzeichen. 🙂  Den Flachbildschirm ist natürlich auch nicht zu vergessen. Alles in allem ein super Zimmer, mit einem bequemen Bett. Was will man mehr? Das Zimmer von Mandy und Stemü hab ich nie gesehen…

Wir sind dann mit Stadtplan einfach mal los. Erst sind wir auf dem Weg zum Essen fassen fast von den zig Tausenden Fahrradfahren oder der mitten durch die Fußgängerzone fahrenden Straßenbahn überrollt worden. Wir aßen dann in Holland, beim Italiener. Für mich für umsonst.. Anschließend gingen wir in einen Coffee Shop. Dort musste man bevor man eintreten durfte erst Getränke kaufen. Ich natürlich nicht. Ich wollte ein Bier. Doch dort gab es keinen Alkohol. „This is a coffe shop. No beer.“ sagte er zu mir. „Nun gut, eben keinen Alkohol“ dachte ich mir. Ist nach der Geschichte „Frag mich mal was gestern war…“ auch besser so.

Ich erwiderte dann: „Then I would like to drink a cola, and please give me a piece of cake“ oder sagte ich „a cake of peace“, mein Englisch ist doch nicht so gut… Wir begaben uns dann in den Raum, der irgendwie süßlich roch und dass obwohl geraucht wurde. Ich aß meinen Kuchen und ab diesem Zeitpunkt weiß ich nichts mehr bis, ja bis ich im Flieger aufwachte. Ich kann euch nun nur Anhand von den Bildern und den Belegen die ich in meinen Taschen fand mutmaßen. Nach den Bildern zu urteilen hatte ich eine Menge Spaß.

Wir müssen nicht weit vom Hauptmarkt an der Lorenzkirche gewesen sein, allerdings waren wir auch auf einem Art Rummel mit Riesenrad und alles was dazu gehört. An einem Spielautomaten haben sich auch ein paar Leute versucht…

Ich glaube ich weiß warum die Holländer immer so entspannt sind. Das sollte man dem Christoph mal stecken. Anhand eines Bildes sieht man an der Hauswand „Top Koks“…. Da fällt mir gerade ein Witz ein:

Ein deutscher isst ein Croissants, als ihn ein Kaugummi kauender Holländer anspricht: „Sag mal, esst ihr Deutschen alles an einem Brot?“ Der deutsche erwidert verwundert: „Ja klar.“

Der Holländer macht eine Riesenblase mit seinem Kaugummi und meint: „Wir nicht! In Holland essen wir nur das Innere. Die Brotrinden werden gesammelt, aufbereitet, zu Croissants geformt und nach Deutschland verkauft!“

Der Deutsche überlegt und fragt dann: „Habt ihr in Holland denn auch Sex?“ Der Holländer: „Ja klar!“ „Und was macht ihr danach mit denn Kondomen?“ „Wegwerfen!“

Der Deutsche antwortet lachend: „Wir nicht! In Deutschland werden die Kondome gesammelt, eingeschmolzen, zu Kaugummis verarbeitet und nach Holland verkauft!“

Zurück zu den Bildern: Was ich auf den Bildern erkennen kann, ist echt beeindruckend. Überall Wasser. Es scheinen 1000 Brücken zu sein. Wenn da nicht jede Woche mal ein Auto ins Wasser fällt. (bestimmt 17 mal der selbe Mann, äh Frau.) Schiefe Häuser, Käsefabriken, Pommesbuden (soll ja eine Spezialität sein und anhand der Bilder habe ich auch welche gegessen…) Eine schöne Stadt ist es! Ohne Zweifel. Jetzt werden die Straßen enger und leichtbekleidete Frauen (da waren einige Raketen dabei) stehen hinter Türen und lächeln mich an.  So wie es aussieht hatte ich an diesem Tag einen Lauf. Stop, noch ein Foto. Was steht da hinter der einen Frau, die gerade mein „Ich wünschte ich wäre Dichter“ T-Shirt anzieht und ihre Brüste umklammert? Wer hat dieses Foto gemacht? Ich mit Sicherheit nicht, da ich leider Gottes der Typ bin der hinter der Scheibe steht. Ups, was seh ich da? Das ist doch mal ein tolles Foto. (links) Desweiteren waren wir laut den Fotos auch ziemlich viel Essen. Pfannkuchen, Spare Rips, Süßigkeiten, Pommes… Und dies alles für mich umsonst. Beeindruckend ist auch die Tatsache dass auf den wenigsten Fotos keine Menschen zu sehen sind. Unglaublich viele Leute sind dort unterwegs. Fantastischer Flair! Die Grachten Rundfahrt und das Sexmuseum war anscheinend eine Pflicht. Ich denke dass der Schlaggi da aber nichts neues gesehen hat… Ansonsten war es wohl ein ziemlich langweiliges Wochenende. Nach meinen Bildern. Vielleicht geben mir die anderen Fotos mehr Aufschluß…

Mir ist jetzt noch ein Spruch eingefallen, den ich hörte: „Ich warte bis du weg bist, dann trinke ich noch eines!“

So Amsterdam ist so gut wie abgehakt. Wo könnten wir denn nächstes Jahr hin? Nachdem wir Holland nun gesehen haben würde ich eine Reise in die Niederlande vorschlagen. Eindhoven?

Ach ja am Flughafen meinte die Mandy dann zu mir, dass ihr eingefallen ist, wie das Lied heißt. Ich weiß natürlich nicht wovon sie sprach, aber hier das Lied: Gute Frage welches Lied das war… Funktioniert nicht mehr… 🙂

Und für den Rest heißt es wie immer: Was in Amsterdam passiert, bleibt in Amsterdam…

Danke an alle die mir dieses tolle Wochenende ermöglicht haben!

to “Reisebericht: Amsterdam – Leben und Leben lassen”

  1. Ines says:

    Lieber Andi,
    wie immer ein toller Bericht! Es war auch ein tolles Wochenende mit viel Spaß und ich möchte mich auf diesem Weg auch noch einmal bei dem Orga-Team bedanken. Hat alles reibungslos geklappt und ich bin auch mal wieder zu meiner Starbucks-Tasse gekommen! 🙂 Wir sollten uns wirklich mal überlegen in welche Stadt wir nächstes Jahr fahren!
    Liebe Grüße
    Ines

  2. Bine says:

    Da ist noch ein Tippfehler drin: „So Amsterdam ist so gut wie abgehackt.“

    Amsterdam ist toll. Ich mag die Holländer, die sind so freiundlich und offen. Schöner Bericht!

    Bine

  3. Gio says:

    Da ist noch ein Tippfehler drin: „Ich mag die Holländer, die sind so freiundlich und offen“

    🙂 🙂 🙂

  4. Baschi says:

    In meinem Bericht finde ich keinen Tippfehler (mehr…) 🙂
    Danke für das Lob!
    Ich habe meinem Bericht noch etwas hinzuzufügen:
    Eine schöne Sache sind die Urinale an verschiedenen öffentlichen Plätzen, die verhindern sollen, dass ins Wasser gepinkelt wird.
    Es gibt dort sogar Parkplätze für Fahrräder.
    Habe auch keinen einzigen Wohnwagen gesehen… 🙂
    So, ich hoffe ohne Tippfehler… 🙂

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