Was für ein Tag II.

Einige von euch können sich eventuell noch an meine Erzählung „Was für ein Tag!“ erinnern. Am Donnerstag hatte ich die Geschichte wie immer an den Andy geschickt, der sich das Abbo auf meine Geschichten gesichert hat. Beim Aufstehen gegen 5.30Uhr  hörte ich schon im Radio das es draußen spiegel glatt sein soll. Zum Glück kam ich relativ gut in der Arbeit an. Kurz vor acht erhielt ich dann eine Antwort auf meine Mail. Was soll ich euch sagen? Er hat mir geschrieben, dass ich gerne seine leittragende Geschichte erzählen darf, damit jeder weiß dass nicht nur ich Scheiß Tage habe. Aber lest am Besten selbst:

„Moin Baschi, da hast du Recht! Was für ein Tag….Meiner hat heute so begonnen:

Routinemäßig aufgewacht, ins Bad gegangen, meine Freundin verabschiedet, die ein bisschen früher als ich aus dem Haus geht.

An der Haustüre denke ich mir schon: Verdammt! Eisregen…, da musste ich schon mal vor dem Haus Salz streuen! Gesagt, getan. Schon beim ersten Schritt vor die Tür hätte es mich um ein Haar auf die Fresse gepackt. Wie ich später noch rausfinden sollte ist es auf allen Straßen in der Stadt genauso spiegelglatt.

Meine Freundin hat für den Weg zur Arbeit dann mein Auto genommen. Ist sicherer! Hat mehr elektronische Helfer. 🙂

Sie fährt los, ich geh rein und mach mir einen Kaffee. Wollte gerade den ersten Schluck nehmen als das Telefon klingelt. Ich möchte betonen dass es ca. 5.15Uhr ist.

Meine Freundin hat mein Auto noch Innerorts an ne Leitplanke gesetzt!

Ok, ich meinen Kaffe stehen lassen, rein in ihr Auto und los.

Zur Erinnerung: Straßen sind spiegelglatt, ebenso der Weg zum Carport. Ihr Auto ist ein 12 Jahre alter Fiat Seicento mit Reifen so breit wie Flexscheiben und an ABS, ESP usw. ist gar nicht zu denken. Quer durch die Stadt geschlittert, auf dem Weg zum Ort des Geschehens hab ich dann noch mitbekommen, dass aus Treuchtlingen wegen dem Eis eh keine Züge rausgehen. Angekommen, Freundin getröstet, Schaden begutachtet. Scheiße, hat ganz schön gekracht. Frontal in die Leitplanke gekracht.

Wegen dem Schaden an städtischem Eigentum hab ich dann die Polizei gerufen, die sich dann auch mal noch 15min Zeit gelassen hat. In der Zwischenzeit habe ich mich mit einem netten Winterdienstfahrer unterhalten, der auf dem Eis nicht mehr weiterkommt.

Wir sprechen hier von nem LKW mit massig Salz auf der Ladefläche und Allrad! Es regnet mittlerweile und friert sofort fest. Super…..Als die Cops dann angefahren kommen denke ich mir so: Alter, mach mal vorsichtiger, da ist es scheiß glatt!!!

Und prompt steckt im rechten hinteren Kotflügel meines Autos ein 3er BMW mit lustigen grünen Polizei Aufklebern.

+++Baschi81 ergänzt: Ich schätze mal spätestens da dachte sich der Andy:

+++

 Ok, den einen Polizisten kenne ich aus dem Fitnessstudio, was die Situation aber nicht viel besser macht, außer das man sich mit DU anspricht und fluchen kann. Nachdem die beiden Ordnungshüter Ihren eigenen Unfall nicht aufnehmen dürfen mussten wir warten, bis die nächste Streife aus Weißenburg kommt. (15km entfernt und immer noch spiegelglatt) Nach 20min kam dann die Freigabe von der Leitstelle den Unfall selbstaufzunehmen. Die Weißenburger haben selber alle Hände voll zu tun.

Endlich konnte ich meine Freundin und den Rest von meinem Auto nach Hause fahren.

So wies aussieht bleibe ich auf dem Schaden an meiner Karre selbst sitzen, der Freistaat Bayern bezahlt mir einen neuen Kotflügel und Kaffee habe ich immer noch keinen getrunken.

Jetzt aber….

Viel Spass noch auf der Arbeit, ich bleibe heute daheim… 😉 “

 

Und was lernen wir daraus? Die Probleme die wir selbst haben, sind oftmals  im Vergleich zu anderen gar nicht so schlimm. Alles halb so wild!

Aber hier noch ein Lied was dem Andy bestimmt gefällt…Somebody that I used to know – Walk off the Earth (Gotye – Cover)

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In diesem Sinne: Das Leben ist schön! Und die Erd´n is a Scheib´n!

to “Was für ein Tag II.”

  1. Bianca says:

    Sooooooo tolles Lied 🙂

  2. Markus says:

    Wow, was für eine Geschichte. Super trau ich mich nicht sagen, witzig will ich nicht sagen und ärgerlich sag ich grundsätzlich nicht. Also bin ich auf der Suche nach dem richtigen Wort… Aber das ist im Vergleich zu der supertraurigärgerlichen Geschichte wohl eher das kleinere Übel…

  3. Baschi says:

    @Bianca: Das ist mal wieder typisch Frau…
    @Markus: Absolut richtig… Schwer in Worte zu fassen!

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