Ist doch Fußball

Irgendwann beim Glubb:

Es war mal wieder ein schreckliches Spiel, das ich mir da ansehen musste. Egal, einmal Glubberer immer Glubberer und stolz drauf!

Ich murmelte leise vor mich hin: „Ich wünschte, ich wäre Dichter.“
Sie: „Aber du bist doch Dichter.“
Ich schaute umher und sagte: „Sprichst du mit mir?“
Sie: „Ja oder siehst du hier noch einen Baschi?“
Sie kannte mich, kannte ich sie? Sie saß zum ersten Mal neben mir. Moment mal, da sitzt doch sonst der Senior Raimundi. Saß das Mädel schon die ganze Zeit neben mir oder träume ich gerade?
Wie konnte ich die übersehen?

Sie sah jedenfalls gelinde gesagt, um einiges heißer aus als Senior Raimundi, was zugegebenermaßen auch nicht sonderlich schwer ist.
Ich: „Ne du, ich habe keinen Schluck Alkohol getrunken! Warum sitzt du eigentlich neben mir?“
Sie: „Naja, du kannst doch dichten.“
Ich: „Du hast wohl das „ab“ vor dem Dichten vergessen?“
Sie: „Ja, das kannst du wahrscheinlich auch. Willst du das etwa? Bin ich etwa so schrecklich?“

Schrecklich? Ich hoffe, ihr ist nicht aufgefallen, dass ich sie gedanklich schon viermal an und wieder ausgezogen habe.
Ich: „Nein, nein, es hat nichts mit dir zu tun. Einfach mal nüchtern bleiben möchte ich bei diesem Spiel jedenfalls nicht.  (Zur „Einfach mal nüchtern bleiben“ Geschichte) Des kannst dir ja nüchtern net ansehen. Wolltest du mir nicht noch deinen Namen verraten?“
Etwas in der Art wie: „Nimm-mi-jetza-denn-i-will-ja!!!“ sagte sie.
Ich war etwas verdutzt. So einen Namen hatte ich noch nie gehört.
„Das gefällt mir, aber wo ist der Senior Raimundi?“
„Na, ich hatte ein Foto von deiner Home Page gesehen und deswegen haben wir zur Halbzeit Plätze getauscht. Ich wollte dich unbedingt kennen lernen.“ sagte sie, während sie mich mit ihren strahlend blau-grünen Augen ansah.
„Aha, und bist du enttäuscht?“
„Auf dem Bild schaust du nicht so gut aus wie im Original.“
Ich befand mich eindeutig auf einem guten Weg. Heute konnte keiner zu mir sagen: „Wie hast etz des widder verkaddelt?“
Irrtum! Es kam, wie es kommen musste. Ich wollte ihr gerade antworten, da verfehlte das Chili vom Mittag seine Wirkung nicht. Ich glaube, das Bier tat sein Übriges hinzu. Etwas schlich mir heraus. Leise. Aber die Leisen sind bekanntlich die Schlimmsten. (Weiß ich von Erzählungen…)

Ich dachte mir auch nichts weiter dabei. War ja Fußball. Furzen und Rülpsen erlaubt. Das Abklatschen und „Respekt“ verkniff ich mir aber lieber. Aufgrund des „komischen“ Geruchs ist sie dann kurz weg…und wurde danach nie mehr gesehen. Eigentlich schade, weil ich sie gerne näher kennen gelernt hätte…

Naja, Mund abputzen und weitermachen…

Ich weiß nicht mehr ganz genau, ob dies das Spiel war, als eigentlich alles für einen Dreier sprach… Zur Geschichte

 

to “Ist doch Fußball”

  1. geibi says:

    coooles Bild! 🙂

  2. Baschi says:

    Habe da einen super Fotografen an der Hand… 😉

  3. Bianca says:

    Das bild sieht echt klasse aus !!!

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