Eines Tages in der Kneipe

Nürnberg: Es ist schon etwas länger her, als ich in einer urigen Kneipe in der Nürnberger Innenstadt landete. Kurz zuvor spielte ich mit den Jungs noch das lustige Spiel: Mäxla, auch Meiern genannt.

Das kann man Stunden lang spielen, ohne dass es einem langweilig wird. Ich würde keinesfalls behaupten, dass mir folgendes durch den Kopf ging: »Ich wünschte ich wäre Dichter«. Irgendwann machte ich mich alleine  auf den Weg Richtung Heimat.

Was soll´s? Ich setzte einen Fuß vor den Anderen und dachte so bei mir: »So ein Abschluss-Bierchen passt doch sicher noch rein.« Zufällig kam ich auf Höhe der Weißgerbergasse an eine Kneipe und betrat diese.

Ich setzte mich an das Ende eines Tisches, hab mir ein Zirndorfer bestellt und begann, dieses zu trinken. Nach einer Weile sind mir auf dem Tisch drei Kerben aufgefallen, die eingeritzt waren. Die eine ca. 5 cm von der Tischkante entfernt, die zweite etwa 7 cm und die dritte etwa 10 cm. Nach einer Weile fragte ich die Kellnerin: »Was sollen denn diese Kerben hier?«

Die Kellnerin: »Gestern waren drei schwarze Amerikaner hier und nach ein paar Bier haben sie verglichen, wer den Längsten hat.«

»Wie lächerlich! Da komm ich drüber!« erwiderte ich.

Die Kellnerin: »Das will ich sehn!«

Fragt mich mal was gestern war, warum ich ihn ausgepackt habe und ihn auf den Tisch gelegt habe. Siehe da: Er kommt über alle drei Kerben hinaus.

Ich: »Da staunst, des hab ich wohl nicht verkaddelt, oder?«

Die Kellnerin macht einen verächtlichen Blick und im Umdrehen sagt sie zu mir: »Nicht wirklich! Die Amerikaner standen auf der anderen Seite des Tisches!«

Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ich seitdem diese Kneipe nicht mehr von Innen gesehen habe…

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