Skifahren Hinterstoder

Bauernfeind: Um 4.15 Uhr war die Abfahrt nach Hinterstoder. Dies war uns allen aber nicht wirklich klar. Wir dachten, diese Uhrzeit wäre der Treffpunkt. Dies ist aber ein ganz anderes Thema.

Ein paar Minuten früher ging unsere Reise im Planetensystem los. Durch eine taktische Meisterleistung hielten wir uns nicht an die Vorgabe des Navis, welches uns von der Gleiwitzer Straße kommend nach links in die Liegnitzer Straße lotsen wollte, sondern widersetzten uns diesem und fuhren nach rechts.

Um 4.20 Uhr trotteten Steffi und ich seelenruhig zu Bus 1. Etwas weiter stieg Carla völlig unaufgeregt in Bus 3. Und was macht Miriam? Richtig. Völlig hektisch steigt sie ein, nicht weil sie zu spät dran war, nein, weil sie festgestellt hatte, dass sie ihr Snowboard vergessen hatte. Alles halb so wild, einen kurzen Moment später fiel ihr ein, dass sie sich ja eines leihen wollte.

In meinem Bus sah ich auf der rechten Seite in der zweiten Reihe zwei Tussis sitzen, die in der Früh völlig übermüdet anscheinend in ihren Schminkkoffer gefallen sind. Ich dachte mir nur „Ihr glaubt wohl auch noch daran, dass Schminke eure dicken Bäuche übertüncht.“,  was mich dann schwer an folgenden Witz erinnerte:

„Steht Dolly Buster vor dem Spiegel: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Darauf antwortet der Spiegel: „Geh mal zur Seite, ich seh doch gar nichts!“

Sehen konnte ich ab 07.00 Uhr sehr gut. Und was ich da sah gefiel mir außerordentlich gut. Dass mir das weibliche Wesen an meiner Seite gefiel, steht ja überhaupt nicht zur Debatte. In diesem Fall blickte ich aber in einen wolkenlosen, strahlend blauen Himmel. Der Sonnenaufgang glich…??  Und plötzlich hatte ich diesen Ohrwurm von letzter Woche…

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Getrübt wurde dieser Anblick nur von einem unangenehmen Geruch, der wie es schien von den Feldern kam. Dies war jedoch nicht so, denn wenn ich euch ein Geheimnis verraten darf, hatte einer der Anwesenden zwischen der ersten und der sechsten Reihe im Bus starke Blähungen.

Doch auch diese Hürde nahmen wir mit Bravour und nach gut vier Stunden Fahrt sind wir dann auch endlich am Ziel angekommen. Die Mädels verbrachten dann die nächste Stunde im Skiverleih, dessen Mitarbeiter etwas überfordert waren.

Ich wollte schon „Horcht a mol, wenn ihr keine Lust habt, könnt ihr es auch einfach sagen.“ rufen, als das erste von den drei weiblichen Wesen sich erbarmte und durch die Tür wandelte.

Mittlerweile waren auch Ann-Christin und Christian aus Regensburg zu uns gestoßen. Die Truppe war komplett und es konnte losgehen.

Mit der Dame aus Regensburg lieferte ich mir ein Wettrennen, das ich auf Grund des bestattlichen Mehrgewichtes für mich entscheiden konnte.

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Ein paar weitere Abfahrten später ließ ich mich auf ein kurzes Wortgefecht mit  einer Tussi ein, die mich fast umgefahren hatte, welches mit den nachfolgenden Worten endete: „Als Gott mich schuf hatte er einen Sinn für Schönheit. Aber als er dich schuf hatte er einen guten Sinn für Humor.“

Nachfolgend gingen wir jedoch lieber der Frage von Carla auf den Grund, warum Männer in Säcken herumfliegen. Ich dachte mir direkt:  „Männer in Säcken? Die meint doch sicher MIT Säcken?!“, als auch schon ein Mann IN einem Sack an mir vorbei geflogen kam:

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Kurz danach machten wir die wohlverdiente Mittagspause, bei der Miriam in die Essenskultur der Schluchtenscheißer eingeweiht wurde und von allen Tellern und aus allen Gläsern probieren musste. Anschließend fuhren wir noch ein paar Stunden, bei der auch folgende Aufnahme zu Stande kam. Für die nicht so ganz flüssige Fahrweise möchte ich mich entschuldigen, da ich mit den zu leichten Skiern von meinem Bruder unterwegs war. Aber wenigstens die Schuhe haben nicht gedrückt. 🙂

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Nein, gedrückt haben die Schuhe nicht, aber am Ende ziemlich gestunken. Und nicht nach meinen Füßen! Sondern nach Lama-Scheiße. Was Lamas auf der Skipiste machen? Gute Frage, aber sie waren wirklich da. Ich habe sie auch schon vorm Après Ski gesehen, im nüchternen Zustand. Man könnte sich nun die Frage stellen, warum ich nicht einfach an den Lamas vorbei gefahren bin. Da fragt ihr mal lieber meine bessere Hälfte! Die hatte sich nämlich in den Kopf gesetzt, dass ich unbedingt ein Foto von Kalle’s Familie machen musste. Und Lama-Scheiße sieht man bekanntlich unter Schnee nicht so gut. (Keine Sorge, Christian: Deine Skischuhe haben den Turbowaschgang in der Waschmaschine gut überstanden!)

Nun gut, und dann ging es endlich zum Après Ski. Doch da ist es wie immer… Was in Hinterstoder passiert, bleibt in Hinterstoder… Nur so viel: Die Reisegruppe aus Regensburg hat es da ganz schön krachen lassen…

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