Die gute alte Schulzeit

Ach, war die Schulzeit nicht noch schön!?! Frag mich mal was gestern war, in welcher Klasse es war, als unsere Musiklehrerin von uns Musikinstrumente genannt bekommen wollte. Ich dachte mir, dass sie das doch eigentlich besser wissen müsste, schließlich ist dies doch ihr Beruf.

Nichtdestotrotz fing Murat an: „Trompete.“

Frau Waldnuss, wie die Lehrerin hieß, nickte.

Silke: „Klavier.“

Markus: „Geige.“

Norman: „Bass“

Kevin: „Gitarre“

Mit zustimmendem Nicken wurden die Antworten bedacht. Dann war ich an der Reihe.

„Saxosieht.“

„Aber Baschi, was soll denn das sein? Denk nochmal darüber nach.“

„Ich bin mir sicher. Saxosieht.“

Da erwidert die Lehrerin: „Baschi, das was du meinst ist ein Saxophon.“

Ich sagte dann nur: „Glaube ich nicht, denn letztens hat meine Mama zu meinem Papa gesagt: „Wenn man deinen Sack so sieht, dann ist das ein ganz schönes Instrument.“

Frau Waldnuss hatte übrigens einige Zeit später eine Rose im Ausschnitt getragen. Sie nahm dies zum Anlass, um zu fragen, wovon sich Rosen und Blumen im Allgemeinen so ernähren!?!

Nach der Sache mit dem Saxophon hatte ich noch etwas gut zu machen und meldete mich: „Von Milch, Frau Lehrerin!“

„Wie kommst du denn darauf? Von Wasser natürlich!“

Darauf entgegnete ich ihr: „Woher soll ich denn wissen, dass die Rose einen so langen Stiel hat?!?“

In dieser Zeit durfte ich am Wochenende des Öfteren vom Bäcker Frühstück holen. Als ich dies mal wieder tat belauschte ich im Cafe ein Gespräch dreier Männer. Sie versuchten wohl ihre Ehegattinnen poetisch zu beschreiben. Der Erste: „Ich habe eine Frau wie ein Schmetterling!“ Der Zweite: „Meine Frau ist wie ein Reh!“ Der dritte von den Männern ließ sich gute 2 Minuten Zeit und sagte dann: „Nun… Ich weiß nicht wirklich wie ich sie beschreiben soll, aber meine sieht auch nicht wie ein Mensch aus!“ Na dann guten Appetit.

Ein paar Wochen nach dem Rosenvorfall stand an der Tafel geschrieben: „Und ich habe doch den Größten!!!“ Anhand der Schrift war sofort klar, wer dies geschrieben hatte. Norman. Mühsam beherrscht sagte die Lehrerin zu ihm: „Junger Mann, du kommst nach dem Unterricht mal zu mir.“

Norman drehte sich zu dem Rest der Klasse um und sagte grinsend: „Seht ihr, Werbung ist alles…!“

Einige Wochen vergingen und ich bekam als Hausaufgabe drei Reime zu schreiben. Da mir nichts einfiel, trieb ich mich ein wenig draußen rum. Ich war dann bei einem Bauernhof angelangt, saß draußen auf der Mauer und schaute dem Treiben auf dem Hof zu. Plötzlich sah ich die Magd in die Scheune gehen – dazu fiel mir mein erster Reim ein: Die Magd geht in die Scheune, das war schon immer so, was wird sie da wohl machen – wahrscheinlich holt sie Stroh.

Ein paar Minuten später sah ich auch den Knecht in die Scheune gehen. Nach kurzem Überlegen schrieb ich meinen zweiten Reim: „Der Knecht geht in die Scheune – naja, das ist mir neu, was wird er da wohl wollen – wahrscheinlich holt er Heu.“

Da die beiden aber nicht wieder aus der Scheune herauskommen wollten, wurde ich neugierig und schlich mich zur Scheune, um durch einen Schlitz in der Wand hineinzugucken. Daraufhin schrieb ich meinen dritten Reim: „Die Magd liegt auf dem Rücken, der Knecht auf ihrem Bauch, er zuckt noch mit dem Hintern – wahrscheinlich stirbt er auch!“