Das Kennenlernen der Familie

Oh Gott, jetzt muss ich mal noch eine Sache los werden und mich würde interessieren, ob ihr so etwas auch schon mal erlebt habt. Da hatte ich echt schon einen beschissenen Tag, bin nach der Arbeit geblitzt worden mit 50… zu schnell. Nee, ganz so schlimm war es nicht. Zu allem Überfluss waren meine griechischen Aktien etwas in den Keller gefallen.

Damals war ich ganz frisch mit der Sandra zusammen. Sie bestand darauf, dass sie mich unbedingt ihrer Familie vorstellen wollte. Ja, ich weiß… Keine gute Idee…

Die Tür ging auf und ihre Mutter öffnete mir die Tür. Kopfkino begann, doch ich bekam gleich einen Hieb von der linken Seite. Ich solle ihrer Mutter doch die Blumen überreichen, die ich ja extra für sie mitgebracht hatte. Nun gut, mir wurde es vorher von meiner Freundin ins Hirn eingehämmert welche zu besorgen. Ihre Mama möge Blumen doch so sehr. Da sah ich auch schon ihren älteren Bruder. Er war wohl der Typ Mann, der täglich ins Fitnessstudio rennt. Der hatte Oberarme, die meine Oberschenkel hätten sein können…

Das Essen verlief eigentlich ziemlich normal. Es gab Lasagne mit Salat. War natürlich nicht so gut, wie bei meiner Mama, aber für den Anfang nicht schlecht.

Nach dem Essen machten die Frauen, was sie am besten können. Richtig, den Abwasch. Zu dieser Zeit war eine Geschirrspülmaschine noch eher eine Seltenheit.

Da saß ich nun mit dem Dirk alleine da. Und der fing an mich zu löchern:

„Woher kommst du? Wie alt bist du? Rauchst du? Trinkst du Alkohol? Kiffst du? Nimmst du sonst irgendwelche Drogen? Was arbeitest du? Ich dachte schon, er wollte mich auch noch fragen, wie groß mein Schwanz ist, aber dann sagte er noch:

„Meinst du es ernst mit meiner Schwester?“

Ja natürlich, oder sollte ich ihm etwa erzählen, dass ich eine Wette am laufen hatte? Zum Schluss glaubt der das noch. Schau mich an, wenn eine Frau einen Kuss von mir erwidert, muss ich glücklich sein, in meinem speziellen Fall, dankbar. Möchte er oben gestellte Fragen echt beantwortet haben?

Dirk ergänzte dann noch: „Wenn du meiner Schwester weh tust, dann tu ich dir weh….. „

Puh, jetzt hatte ich Angst. Ich erinnerte mich, dass Sandra schon ein paar Mal vor Schmerz gestöhnt hatte… Wir hatten da ein ganz lustiges Spiel entdeckt. Dazu aber ein anderes Mal mehr.

Das Interview war im vollen Gange, als Sandra und ihre Mutter aus der Küche zurück kamen. Sie machten einen leicht säuerlichen Eindruck auf mich. Vielleicht waren sie ein wenig angepisst, weil sie bemerkten, dass Erbsen von der Lasagne unterm Tisch lagen. Ich hatte diese von der Lasagne gepuhlt, in der Hoffnung, der Hund würde sie fressen. Tja, nur zu blöd, dass ich mal wieder nicht richtig zugehört hatte und der Hund ein Kanarienvogel war. Aber wer nennt einen Kanarienvogel auch Bello?

Nun ja, jedenfalls kam ihre Mutter direkt auf mich zu und baute sich vor mir auf. Sie hatte größere Brüste als Sandra, das konnte ich trotz meiner damaligen Sehschwäche erkennen.

Sie sagte dann: „So mein Lieber, jetzt schau mich mal anständig an, damit ich sehen kann, was meine Tochter an deinen Augen findet.”

Puh, diese Familie machte mir echt Angst. Den Abend habe ich noch irgendwie rumgebracht. Ich glaube, das war mein erstes beklopptes Treffen mit einer Familie…

Kurz danach war Schluss und der Gio sagte zu mir: Wie hast etz des widder verkaddelt?

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Und hier noch ein Liedwunsch von Steffi: Fuck you

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