Biersack: Junggesellenabschied

„Glas Milch gefällig?“ fragte ich den Biersack.

„Sag mal, tickt es bei dir noch ganz richtig? Schau bloß, dass du ein Zirndorfer her tust!“

„Ist ja schon ok. Ich hol dir ja eines.“ erwiderte ich, holte sein Bier und fuhr fort: „Wie war denn dein Wochenende?“

„Grandios.“

„Grandios? Warum?“

„Ich war doch auf dem Junggesellenabschied in Erlangen unterwegs.“

„Na, dann erzähl mal.“

„Wir fanden uns gegen 18 Uhr in der Stammkneipe des Junggesellen ein, um bei „Alle Spiele, alle Tore“ und dem ersten Weizen, den Bundesligaspieltag Revue passieren zu lassen. Alle Mann waren in gelben Shirts mit schwarzem Aufdruck gekleidet, ganz wie es die Vereinsfarben seines Exvereins waren und auf dem Rücken stand: „Wir feiern bis zum Ende“. Zusätzlich ausgestattet wurden wir mit einer Hawaii-Blumenkette und einer schrägen Brille.“

„Schräge Typen, schräge Brille! Ich würde sagen, da passt du hässlicher Vogel ganz gut rein.“

Der Biersack ließ sich überhaupt nicht von mir provozieren und erzählte munter weiter: „Alex, stand das so gut, dass er für den restlichen Abend nur noch Atze hieß.“

„Der Atze war der Bräutigam?“

„Nein, der Atze war einer der Jungs. Der Bräutigam trägt den Spitznamen Schimpanse. Ich bestellte mir zuerst mal nur ein Leichtes Weizen“, was spöttisch in der Runde mit „Musst du heute noch fahren?“ quittiert wurde. Ich sagte ganz lässig „Ne Freunde, aber der Abend ist noch jung und wir wollen ja die Nacht zum Tag machen.“ Gegen 19 Uhr zogen wir weiter in die benachbarte Pizzeria um eine Grundlage einzunehmen. Frag mich nicht wie die Kneipe hieß, in Erlangen kenne ich mich ja nicht so gut aus und du kannst dir sicherlich vorstellen, dass bei der Fülle des Alkohols, dieser Abend nicht unbedingt dazu beitrug, Erlangen von seiner schönsten Seite kennen zu lernen.“

Nachdem ich nach zehn Sekunden immer noch keine Antwort gab, erzählte er weiter.

„In der Pizzeria wurde dann „Finnland-Volki“ geboren. Volker, ein etwas eindeutig-zweideutig geschlechtsinteressierter Zeitgenosse, erzählte uns er müsse am nächsten Morgen mit seiner Cousine nach Helsinki fahren, weil sie umzieht. Die Cousine von Finnland-Volki war zugleich die Ex vom Atze, machte es  recht schnell die Tischrunde. Und das wurde natürlich zu der Vermutung, dass sie soweit vor ihm flüchten müsse, als Anlass genommen. Nach dem Essen setzte Atze himself dann das erste Highlight als er seine Rechnung von 12,40€ mit einem Zwanziger bezahlte und sagte „Passt schon!“.

Wir sahen uns mit großen Augen an und einer fragte nur ungläubig „Haben wir den Blowjob verpasst?“ Er erwiderte: „Kein Blowjob.“ „Hast dann wenigstens die Nummer von der Bedienung gekriegt?“ fragte ein Anderer nach. Man weiß nicht, ob es daran lag, dass er nicht wie ich mit einem leichten Weizen begonnen hatte, aber er grinste schon leicht abwesend und hat natürlich nichts mitbekommen. Auf dem Weg zur Bowlingbahn saß dann in einer Unterführung ein Mann, der Miniorgel spielte, worauf Atze aufgefordert wurde ihm doch auch einen Zehner zu geben, er hats ja heute eh dicke. Hat er aber nicht gemacht.

„Hättet ihr dem Mann zwei Brüste draufgeklebt, hätte er wohl gezahlt.“

„Dann hätten zehn Euro wohl nicht gereicht. Wenig später kam auf dem Busparkplatz der Clubb-Fanbus vom Auswärtsspiel an und die Männer stürmten direkt raus zum nächsten Busch und standen in Reih und Glied… Das konnten wir uns natürlich nicht nehmen lassen und ergänzten die rot-schwarzen Lücken mit unseren gelb-schwarzen Jungs. Erleichtert begaben wir uns auf den Weg zur Bowlingbahn, wo es dann auch gleich gut los ging. Wir bekamen Bahn 17+18, also rechts außen wo wir sonst niemanden störten. Dachten die… aber wir bekamen schon unsere Aufmerksamkeit. Und das nicht nur, weil wir trotz der lächerlichen Brillen die Strikes im Minutentakt fallen ließen, sondern weil heute auch noch Aktionsbowling war.

„Aktionsbowling?“ erkundigte ich mich.

„Wenn ein bunter Pin vorne steht und ein Strike geworfen wird, bekommt man ein Glas Sekt. 5 der 9 Junggesellenabschiedsgäste sind renommierte Kegler aus der Gegend und so hat der Bowlingbahnbetreiber schnell erkannt, dass es einfacher ist uns die ein oder andere Flasche Sekt hinzustellen, als ständig die Bedienung zu uns zu schicken. Atze war eigentlich einer davon, kommentierte seine ersten 3 Fehlwürfe aber mit „Ey, rutschen eure Schuhe auch so? Das is doch mal voll scheiße!“ Warum es diese blöden „Bowlingspiele“ gibt, wo der Moderator die Spieler auffordert in unorthodoxerweise die Kugel nach vorne zu buxieren, habe ich bis heute nicht begriffen, aber auch hier machten wir uns schnell einen Namen, als er bereits das zweite Spiel anmoderierte: „Wer möchte noch mitspielen? Bahn 4? Bahn 7? Der Junggesellenabschied auf 17 und 18 ist ja sowieso dabei.“

Nach dem dritten Spiel dieser Art stand der Kommentator schon vorsorglich bei uns und kündigte das Ergebnis wie folgt an „Auf besonderen Wunsch des Junggesellenabschieds verkündige ich nochmals laut, dass sie auch das dritte Spiel des heutigen Abends gewonnen haben und einen Sekt bekommen.“

„Der Biersack mit Sekt, das hätte ich gerne gesehen.“

„Vergiss es! Der Biersack hat sich zu keinem Sekt hinreißen lassen! So besoffen war ich nicht. Noch nicht. Mich wundert es eh, dass die Sektgläser, die eigentlich klein und zerbrechlich waren, ganz geblieben sind, während uns in 2 1/2 Stunden aus ungeklärter Ursache 3 Weizengläser zu Bruch gingen. Wahrscheinlich war es Atze, der einfach nur die junge hübsche Bedienung bei uns zum Aufwischen haben wollte, weil er später beim Bezahlen – wir haben aus Liebe zu seinem Geldbeutel für ihn mitbezahlt – ihr dennoch 2€ zugesteckt hat und wieder keine Nummer bekam.“

„Wie es aussieht hat der Atze wohl dich als Vorbild.“

„Sehr witzig. Jedenfalls sind wir in eine Kellerkneipe weitergezogen, in der eigentlich nur Ü50-Publikum verkehrt. Es war ziemlich wenig los und die Liveband spielte wohl nicht schlecht, aber wir wünschten uns dann doch ein paar Lieder „Mendocino“, „Verdammt ich lieb dich“ , „The Boxer“ und „Tage wie diese“.

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Danach machte die 2-Mann-Band eine Pause und somit wollten auch wir weiterziehen. Doch vor der Tür standen zwei Damen beim Rauchen und Atze wollte mal wieder die Nummer.“

„Lass mich raten, erfolglos?“ stichelte ich ein wenig gegen den Biersack.

„Richtig. Dies artete in eine halbstündige Diskussion aus, die dem Bruder des Bräutigams zu bunt wurde und er uns abhanden ging, nachdem wir kurz nach dem Bowlen schon Finnland-Volki verloren hatten. Das war dann der zweite Verlust. In der nächsten Kneipe hatten wir dann fast den nächsten Verlust als der Trauzeuge ein Wasser bestellte. Das musste ich dann natürlich mit einem „Wie, du trinkst um 1 Uhr dein erstes Wasser?“ kommentieren. „Ey, ich krieg kein Bier mehr runter.“ war die Antwort. Die Kneipe hätte offiziell bis 3 Uhr offen gehabt. Es war aber wie gesagt fast nichts los und trotz noch sieben gröhlender Gäste, die bis auf den Trauzeugen ordentlich in die Gläser schauten, schmissen sie uns gegen halb 2 raus und machten den Laden dicht. So früh konnten wir aber noch nicht nach Hause und so  machten wir uns ziellos auf den Weg und überlegten, wo wir jetzt noch absteigen würden. Nachdem uns nichts Besseres eingefallen war, gingen wir in eine der angesagten Erlanger Studentendiskos. Am Eingang meinte der große glatzköpfige Typ, der wohl der Türsteher war, uns prüfen zu müssen wie rauffreudig wir waren und musterte genau unsere schielenden Blicke. Die junge Kassiererin kannte ich zufällig und eigentlich wollte sie uns 35 Euro abknüpfen, also 5 Euro pro Nase, woraufhin ich mein liebstes Alkoholgrinsen aufsetzte und sagte „Ach komm, liebe Michelle, wir machen heute Junggesellenabschied, da kannst doch ein Auge zudrücken, oder?“

„Wen du nicht alles kennst. Und deinem Charme konnte sie wohl kaum widerstehen, oder?“

„Sie war recht taff muss ich sagen „Na ok, 20€ für alle, wenn ihr nur ein Viertel von dem trinkt, was der Biersack trinkt, sauft ihr uns ja eh die Bar leer.“

Dies fanden wir einen super Deal und schon waren wir genau da wo sie vermutet hatte, an der Bar. Mit Vodka-Lemon ging es direkt auf die Tanzfläche, wo sich unser Ältester mit 49 Jahren so richtig austobte. Man merkte, dass Familienväter nicht so oft raus dürfen und er hat die Tanzfläche der 18 bis 24-jährigen sowas von gerockt, hatte Mädels ohne Ende um sich rum, die ihn einfach süß fanden wie er da so tanzte.

Kurz darauf steuerte mich eine junge Brünette an, fand die Brille total lustig und dass wir auch so eine Hawaii-Blumenkette trugen wie sie es tat. Ich fragte sie, ob sie auch auf Junggesellinnenabschied unterwegs ist, sie meinte jedoch sie hätte heute Geburtstag. Hab ihr natürlich sofort gratuliert ohne zu wissen, dass ich in dieser Nacht… ja ok, es war am nächsten Morgen, mit ihr nach Hause gehen würde.“

„Was? Du bist mit ihr nach Hause gegangen. Spätestens jetzt hast du meine Aufmerksamkeit.“

„Ich hab sie dann aber zunächst aus den Augen verloren, weil eine unglaublich hübsche Blondine sich auf die Tanzfläche bewegt hatte und ich einfach die Augen nicht mehr von ihr lassen konnte. Sie war so groß wie ich, hatte lange blonde Haare, ein bildhübsches Gesicht und einfach eine super Figur. Natürlich war ein ebensogroßer Typ bei ihr, der aber nach längerem Beobachten nicht ihr Freund sein konnte. Ich musste dann mal zur Bar nachtanken, wo ich unseren Oldie mit 2 jungen Damen wiederfand. Ich sagte der einen dann, dass er leider verheiratet ist, woraufhin sie mich fragte, ob ich denn noch zu haben sei. Das Gespräch entwickelte sich dann sehr skurril. Das erste Mal sagte mir eine Frau in einer Disco: „Du bist so ein hübscher Mann, warum hast du keine Frau zu Hause?“

„Wundert mich fast ein bißchen, dass du den Satz zum ersten Mal gehört hast.“

„Sie erzählte es ihrer Freundin, die noch neben meinem Kollegen stand, die dann auch zu mir rüberkam und mich fragte „Bist du schwul?“

Ich hab lange nicht mehr so herzhaft gelacht, haute dann den Oldie an „Sag ihr bitte, dass ich nicht schwul bin, die glaubst mir ja eh nicht.““

„Biersack, jetzt wo du es sagst: Ein wenig schwul schaust du schon aus.“

„Fortan hatte ich die eine Kleine wie eine Klette an mir. Sie folgte mir auf die Tanzfläche und wir hatten eigentlich nen recht schönen Abend. Ich fragte mich was wohl falsch an ihr war oder ob ich träume, ob mir jemand Drogen eingeflößt hatte. Und dann kam in mir dieses Geräusch wie wenn man einen Filmband stoppt und nochmal zurückspult als ihre Worte vom Ohr langsam im Gehirn ankamen „Du musst aber wissen, dass ich Mutti von 2 Töchtern bin.“

Gedanklich schlug ich mir vor den Kopf. War ja klar, welches Mädel auch sonst würde sich schon freiwillig mit mir auf der Tanzfläche sehen lassen. Die hübsche Blonde sicherlich nicht, die hat mich keines Blickes gewürdigt. Bisher. Dann sah ich aber an der Bar, dass einer unserer Jungs sich dem Geburtstagskind, der ich vorhin gratuliert hatte, angenommen hatte. Hat mich in dem Moment wenig gejuckt, außer dass ich mir dachte „Hoff bloß für dich, dass die noch keine Kinder hat.“ Das Ganze entwickelte sich dann aber ins Positive, weil die junge Dame dann zur hammergeilen blonden Braut rüberlief und die beiden anscheinend befreundet waren. Als es dann auf 5 Uhr morgens zuging und sich die Tanzfläche leerte, meine Verehrerin zum Glück auch endlich weg war und Atze sowieso schon lange nicht mehr gesehen wurde – ob er mit oder ohne Nummer gegangen ist weiß keiner – hab ich mein Herz in die Hand genommen und bin zur Blondine hin. Als ich meinen Arm um sie legte hat sie mich schon böse angeschaut, aber ich flüsterte ihr sofort ins Ohr „Ich will dich nicht anmachen, keine Sorge. Ich wollte dir nur sagen, auch wenn du mich den Abend nicht beachtet hast, für mich bist du die hübscheste Frau in diesem Laden. Daraufhin lächelte sie verlegen und sagte „Danke und ich wünsche dir viel Glück, wie auch immer du heißt.“

Bin dann hoch zu den anderen, die schon rauchen waren und hab mal die frische Morgenluft genossen. Einer fehlte noch, und der brachte zu meiner Verwunderung das Geburtstagskind samt der Blondine und ihrem Aufpasser mit. Und plötzlich kam ich mir blöd vor was ich zu ihr gesagt hatte, als wir nebeneinander herliefen, leicht übermüdet, leicht überalkoholisiert und mit dem Ziel in den „Schwarzen Ritter“ zu gehen, die letzte Absackerkneipe in Erlangen, bei der man morgens um 6 noch eine Currywurst mit Pommes bekommt. Da drinnen lief Gesindel rum, Bahnhof Zoo ist angenehm dagegen. Aber es war egal. Der Junggesellenabschied war noch 5 Mann stark (ja, auch der Trauzeuge ging uns in der Disco irgendwie verloren) und wir hatten 2 Mädels und nen Pitbull dabei. Als dieser dann aber auch gegen 6 Uhr ging, genauso wie unser Ältester, weil seine Frau angerufen hat und ihn nicht nur lieb bat Brötchen mitzunehmen, kam das brünette Geburstagskind zu mir, obwohl Kai daneben stand und eigentlich was von ihr wollte. War mir auch total unangenehm, weil er sie ja „organisiert“ hatte als er sie in der Disco an der Bar berieselt hat. Die Blondine hat derweil einen Typen gefunden, den sie eigentlich nicht mochte, aber der einfach gut aussieht. Mit dem hat sie dann Currywurst gegessen. Als er mit ihr rummachen wollte, hat sie ihm aber eine gescheuert und er hat den Laden verlassen.“

„Da hat der Biersack bestimmt gelacht.“

„Vielleicht ein bißchen. Es dauerte natürlich nicht lange, da wurde das Geburtstagskind neben mir von einem zwielichtigen Typen mit wenig Zähnen, dafür viel Geruch, angemacht und sie sagte „Lass mich in Frieden, ich bin seine Frau.“ und deutete auf mich. Ich war noch nicht ganz wieder soweit Autofahren zu dürfen, aber ich wusste was zu tun war, nahm sie in den Arm, zog sie zu mir her und schaute ihn böse an. Er sprach kein Wort mehr zu ihr. Erst als sie zum Rauchen raus ist, hat er mich mit einer friedenserbittenden Mimik angeschaut und sich entschuldigt, es täte ihm sehr leid. Ich sagte natürlich Ist schon ok, kann ja mal passieren.“

„Und vor allen Dingen dem Biersack!“

„Die beiden anderen Jungs waren etwas später auch verschwunden und so war ich mit dem Bräutigam und den Bräuten alleine. Da die Blondine noch mehrmals angebaggert wurde, beschlossen wir zu gehen und landeten auf dem Bahnhofsvorplatz wo die ersten Busse fuhren. Da nicht jeder Currywurst hatte, wollten wir Frühstücken, der Bäcker hat aber erst ab 7 Uhr geöffnet. Die Mädels und der Bräutigam verbrachten dann die halbe Stunde mit rauchen, während er für Belustigung bei allen Anwesenden sorgte, weil er die Tauben auf dem Vorplatz jagte, dabei aber selbst wie eine Ente watschelte. Ich verspürte irgendwann einen immensen Druck in der Magengegend und wünschte mir dringend ein Klo herbei. Es standen nun, je mehr es auf 7 Uhr zuging, auch schon viele Leute vorm Bäcker und wollten rein, aber die machten halt erst Punkt 7 auf. Eigentlich war ich recht fix und bekam auch einen Pinncode – ja, heute gibt es keine Schlüssel mehr – für die Toilettentür. Drinnen sehe ich an der Tür rote Farbe beim Drehknopf, rüttelte aber doch wie wild daran. Irgendwann räusperte sich jemand von innen und ich entschuldigte mich, sprach aber leise vor mich hin: „Ey, was is denn hier los? Ich bin mit als erster in die Bäckerei und da ist trotzdem vor mir einer aufs Klo? Der muss doch hier übernachtet haben.“ Man weiß ja, dass 5 Minuten unterschiedlich lang sein können, je nachdem auf welcher Seite der Klotür man steht.

Als ich endlich an der Reihe war begann das Paradies. „Es ist so schön wenn der Schmerz nachlässt.“ dachte ich mir und es wurde noch besser als ich wieder raus kam, mir mein Schnitzelsandwich gekauft hatte und obwohl noch irgendwelche andere Typen plötzlich bei uns am Tisch saßen, die Hammerbraut rechts neben sich auf die Bank klatsche und rief „Biersack, komm zu mir!“ So frühstückte ich um 7.10 Uhr nach einer durchzechten Nacht neben der hübschesten Blondine aus der Disko.“

„Den Tag hast dir sicher rot im Kalender angestrichen.“

„Klar. Irgendwann löste sich dann aber das Paradies auf und wir beschlossen heimzugehen. Der Bräutigam nahm für seine Frau Brötchen mit und ich wollte auch den Bus nehmen, zusammen mit der jungen Brünette, die in meiner Nähe wohnte. Die hübsche Blondine wohnt leider am anderen Stadtende, weswegen sie sich ein Taxi mit den Typen teilte, die sie kannte, aber eigentlich nicht mochte, aber die halt gut aussahen, wie mir ihre Freundin auf dem Heimweg erzählte. Sie hatte nur leider kein Geld für den Bus und wollte laufen, ich sagte natürlich: Naja, die 2€ kann ich dir auch noch leihen.“, woraufhin sie meinte: „Naja, wer weiß, ob wir uns wiedersehen.“ Ich schaute in meinen Geldbeutel und das Kleingeld hätte gerade mal 1,20€ ergeben und bei den Scheinen war nur noch ein blanker 50er übrig. Damit wollte ich jetzt kein Busticket für 2€ kaufen. Also sagte ich: „Ok, ich lauf mit dir Heim. So begab es sich, dass ich am Sonntagmorgen um 7.45 Uhr mit dem Geburtstagskind aus der Disko nach Hause lief. Wir haben uns ganz gut unterhalten, der Weg war auch nicht wirklich kurz. Eine gute halbe Stunde dauerte es bis sich unsere Wege trennten. Ich hab mir lange überlegt, ob ich sie nach der Nummer frage, oder es bei dieser Nacht belasse. Aber als sie mir die Steilvorlage lieferte „Machs gut, bis bald mal wieder.“ hab ich die Karten offen gelegt „Ja ok, wenn es ein bald mal wieder geben soll, sollten wir vielleicht Nummern tauschen.“ Und damit war sie zu meiner Verwunderung einverstanden. This is the End.”

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„Wars das oder kommt noch was?“

„Allmächd, da fällt mir gerade noch was vom Atze ein. In der Kneipe, die bis 3 Uhr offen hatte, aber um halb 2 dicht gemacht hat, wollte ich auf die Toilette. Als ich am Damenklo vorbei ging, sah ich, dass die die Tür offen stand und sich 2 Damen amüsierten, weil Atze breitbeinig über der Schüssel stand, mit offener Tür, und schön Druck abgelassen und sich dabei noch erleichternd grinsend umgedreht hat. Ich rief: „Atze, des is des falsche Klo und die Mädels lachten „Schon ok, ich glaub, der hat´s heute verkaddelt.“